BESCHREIBUNG

HÖLLENTAL KLETTERSTEIG
ORIENTIERUNGZURÜCK
ANSPRUCH

Die Tour durch das Höllental auf die Zugspitze ist eine fantastische aber für einen Klettersteig sehr anspruchsvoll. Der Steig von Hammersbach bis zur Höllentalschlucht-Eingangshütte beginnt romantisch. Die Blicke fangen sich an den tosenden Wassern beim Weiterweg durch die wilde, nasse, rauschend attraktive Höllentalschlucht. Nach einer Jause auf der Höllentalangerhütte klettert man schon bald über das berühmte Brett. Dann geht’s in leichter, freier Kletterei weiter und über Schottergeschiebe zum Fuss des Höllentalferners. Nur mit (Leicht-)Steigeisen kommt man über den Gletscher zur Randkluft an den rot markierten Übergang zum Klettersteig. Der Klettersteig selbst ist einfach und steigt stetig und schier nicht enden wollend bis zum Gipfel der Zugspitze hinauf.


alpin | anstrengend  Gletscherquerung – Klettersteig meist zwischen B und C  | fantastisch, ein Klassiker als hochalpiner Klettersteig. Mittelschwierig mit genussvollem, wenn auch langem Zustieg (Kondition)!

ZUSTIEG

Vom Parkplatz in Hammersbach durch die romantische, meist nasse Klamm zur Höllentalanger-Hütte. Von dort über das Brett – eine Klettersteig-Passage – hinauf zum Gletscher. Hier sind Steigeisen erforderlich und beim Übergang zum Fels ist Vorsicht geboten – auf die Randspalte achten!

BESONDERES

Gandioser, hochalpiner Klettersteig. Die über 2100 Höhenmeter und die Länge erfordern ein gerüttelt Mass an Kondition. Wer zu spät startet kommt in die Mittagshitze, was zusätzlich Kraft kostet. Die Verhältnisse am Höllentalferner sind wechselhaft. Steigeisen und entsprechende Erfahrung sind unbedingt erforderlich! In dieser Lage und je nach Jahreszeit muss auch mit Schnee oder Eis in der Route gerechnet werden, was die Tour extrem erschwert.

Steigen Sie bei unsicheren Verhältnissen wie Regen, Schnee oder Gewitterneigung auf keinen Fall ein.

HÖLLENTALANGERHÜTTE

… willkommene Möglichkeit, um noch mit einer Jause oder auch mehr aufzutanken.

20120727_105827-43

So hat die Hütte früher ausgesehen.

20160925_093632-28

und so heute.

SCHWIERIGKEIT

Die Route verläuft meist im mittleren Schwierigkeitsgrad (B und C).

Eine Schlüsselstelle ist die Überwindung der Randspalte beim Übergang vom Gletscher auf den Fels (C).


Der traditionsreiche Klettersteig bietet schon einige Jahre lang Wind und Wetter die Stirn. Das Seil führt meist durch Ösenanker und als Tritthilfen dienen Stifte. Die Seile sind grossteils gewartet, teils erneuert, aber gerade nach der Randkluft gibt’s nur behelfsmässige Sicherungen (Reepschnur und Band). Zudem sind im Fels einige leichte Freikletter-Passagen zu bewältigen.

 

 

AUSRÜSTUNG
  • Kletterhelm
  • Klettergurt mit Klettersteigset
  • Klettersteig-Handschuhe
  • passendes Schuhwerk, steigeisenfest
  • Steigeisen
  • adäquate Kleidung für das Hochalpine Gelände / jederzeit ist ein Wetterumschwung bis hin zu Schneefall möglich

 

 

ABSTIEG ALTERNATIVE

Wer genug Kondition mitbringt, kann über den WESTWEG absteigen.

Legende

Alle Angaben sind in etwa. Die Gehzeiten hängen von Kondition, Wetter und Bedingungen ab.

  • Bei Start und Ziel stehen die Höhenangabe in m
  • Bei Zeit sind die Angaben in Stunden
  • HM sind die Höhenmeter (zwischen Start und Ziel)

Schlüsselstelle

SCHLÜSSELSTELLE

ÜBERGANG GLETSCHER ZUM KLETTERSTEIG

Die Schlüsselstelle ist der Übergang vom Gletscher zum Klettersteig. Ein roter Pfeil zeigt – bei gutem Wetter – den Übergang an. Die Randspalte kann je nach Verhältnissen unangenehme sein – VORSICHT ist auf jeden Fall geboten! Das erste Segment im Fels ist ohne Tritthilfen im Schwierigkeitsgrad C zu bewältigen.

ALTE POSTKARTE